Die fachlichen Grundlagen im Verfahren zur Erstellung digitaler Bodenbelastungskarten sind von Dr. Reinirkens und seinen damaligen Mitarbeitern im Auftrag des Bodenschutzzentrums (heute LANUV) NRW in der AG Stadtökologie und Bodenschutz an der Ruhr-Universität Bochum entwickelt worden. Möglich wurde das durch eine enge interdisziplinäre Kooperation mit der damaligen AG Geoinformatik (heute Institut für Geoinformatik) der Universität Münster. Die Arbeitsgruppe und nachfolgend das ISB hat die Umsetzung des Verfahrens in Datenverarbeitungswerkzeuge und deren Erprobung in verschiedenen Testgebieten des Landes Nordrhein-Westfalen permanent begleitet. Die digitale Bodenbelastungskarte ist heute ein zentrales Modul des Bodeninformationssystems NRW (BIS NRW).

Im Rahmen der vom damaligen Landesumweltamt NRW (LUA) herausgegebenen Reihe "Merkblätter" ist der "Leitfaden zur Erstellung digitaler Bodenbelastungskarten - Teil I: Außen­bereiche"  unter der Nr. 24 erschienen. Er wurde in enger Zusammenarbeit mit dem ISB im Auftrag des LUA erstellt. Seit dem Jahr 2007 liegt die Ergänzung des BBK-Verfahrens für Siedlungsböden vor, an deren Entwicklung das ISB ebenfalls beteiligt war (LANUV-Arbeitsblatt 1 ).

Die darin dokumentierten Verfahren gestatten es, die stoffliche Belastung von Siedlungsböden ebenfalls flächenhaft darzustellen. Die durch das ISB eingebrachte Verfahrensentwicklung dBBK Beispieles "Raumanalytischen Ansatzes" basieren auf den Erfahrungen aus den Pilotprojekten in Wuppertal, Essen und Bochum. Mittlerweile konnten nach diesem Ansatz auch Projekte in Köln, Bottrop und Datteln erfolgreich durchgeführt werden. Wie beispielhaft im Projekt BBK-S Essen gezeigt werden konnte, lässt eine detaillierte Raumanalye Fallkonstellationen erkennen, in denen es einer Kombination aus Immissions-, Substrat- und Raumanalytischem Ansatz bedarf, um flächendeckend bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Die nach den Vorgaben des Leitfadens erstellten digitalen Bodenbelastungskarten sind stoffspe­zifizierte Karten, die flächenhaft die Belastung von Böden mit persistenten Schadstoffen (Schwermetalle, As, PAK und PCB) sichtbar machen.

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Erstellung digitaler Bodenbelastungskarten gemäß den "Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen des Bodenschutzes". Die Zu­wendung beträgt 80 v.H. der förderfähigen Ausgaben.

Digitale Bodenbelastungskarten ergänzen problemorientiert die naturräumlichen Grundlagen für Flächennutzungs- und Landschaftsplanung und ermöglichen die vom BBodSchG und LbodSchG NRW geforderte Ausweisung schädlicher Bodenveränderungen. Zudem ergänzen sie die in den meisten Kommunen schon vorhandenen Altlasten­kataster.

Das ISB war bzw. ist in elf Gebietskörperschaften des Landes Nordrhein-Westfalen zum Thema digitale Bodenbelastungskarte tätig (siehe BBK-Projektliste).

Das ISB ist für Sie der kompetente Partner, von der Sichtung und Validierung bestehender Bodendaten über die sachgerechte Probenahme bis zur Erstellung der digitalen Karten.

BBK-S Infoflyer