Im Rahmen von Projekten zum naturnahen Gewässerumbau auf Basis der EU-Wasserrahmenrichtlinie muss in der Ausführungsplanung nicht selten ein erhöhter Schadstoffgehalt von Auenböden berücksichtigt werden. Eine bodengutachterliche Verfahrensbegleitung (Bodenmanagement) hat daher die besonderen bodenschutz- und abfallrechtlichen Bestimmungen zu beachten.

GewässerumgestaltungDas ISB ist hier kompetenter Partner für eine Bestandaufnahme der Bodenbelastung in Flussauen (z.B. gemäß dem LANUV-Arbeitsblatt 17 "Auenleitfaden"). Auf dieser Basis kann dann z.B. geprüft werden, ob die Kriterien für das Vorliegen eines "Gebietes mit erhöhten Schadstoffgehalten (GE)" erfüllt werden. Die Umlagerung von Böden gemäß §12 BBodSchV kann bei Vorliegen eines GE unter bestimmten Voraussetzungen trotz erhöhter Gehalte erfolgen (§12 Abs.10 BBodSchV). Ein auf die spezifischen Bodenbelastungen orientiertes Bodenmanagement integriert den wirksamen Bodenschutz in die Ausführungsplanung eines naturnahen (ökologischen) Gewässerumbaus.

Das ISB besitzt umfangreiche Erfahrungen in der Erhebung und flächenhaften Darstellung von Bodenbelastungen in Auenböden (z.B. Ruhr, Lippe, Wupper, Rhein) und hat für den Erftverband (Bergheim) einen Bodenmanagementplan für ein Pilotprojekt zum naturnahen Gewässerumbau erstellt, das im Besonderen durch Erschwernisse als Folge geogener und bergbaubedingter Schwermetallanreicherungen gekennzeichnet ist.

Ein fachlich fundiertes Bodenmanagement in Form einer bodenkundlichen Baubegleitung ist auch bei vielen sogenannten Linienbaustellen, z.B. Erdkabelverlegungen und anderen Kanal- oder Kabeltrassen notwendig. Das ISB unterstützt sie hier von der Trassenplanung bis zur Bauausführung mit bodenkundlicher Kompetenz.

Eine bodenkundliche Baubegleitung ist häufig auch bei anderen Hoch- und Tiefbauvorhaben angeraten. Das ISB bietet hier unter anderem Unterstützung in der stofflichen Bewertung der aus- und eingebauten Böden an und hilft bei der Optimierung aus bodenkundlicher Sicht.